Tischtennis: Frauen des TTC Langweid verlieren Spitzenspiel der 2. Bundesliga
Der Aufstieg in die Erste Liga ist aber noch immer möglich
Während am Faschingswochenende allerorts ausgelassen gefeiert wurde, herrschte beim TTC Langweid Ernüchterung. Die Tischtennisfrauen mussten nach dem mühelosen 6:0 Sieg gegen den nur zu dritt angetretenen TTK Anröchte im Spitzenspiel der 2. Bundesliga eine 4:6 Heimniederlage gegen den Tabellenführer MTK Engelbostel-Schulenburg hinnehmen. Die beiden Dörfer in der Nähe von Hannover sind nicht als Faschingshochburgen bekannt und erwiesen sich in Langweid definitiv als Spaßbremser. Langweid hatte zwar am Ende mehr Ballpunkte gesammelt (382/369), doch die Punkte nahmen die Gäste mit, denen der Titel damit wohl nicht mehr zu nehmen ist. Dennoch darf Langweid weiterhin vom Aufstieg träumen.
Für die Zuschauer war es spannend bis zum letzten Ballwechsel. Schon in den
Doppeln deutete sich an, dass es eine sehr zähe Angelegenheit werden würde, denn beide gingen verloren. „Das war mein Fehler. Ich hätte anders aufstellen sollen“, zeigte sich Teammanagerin Cennet Durgun selbstkritisch. Vor allem die Paarung Aleksandra Bokova/Yang Ting passte überhaupt nicht zusammen. Die beiden Spielerinnen standen sich oft selbst im Weg.
Im Einzel konnten sie jedoch ihre Klasse unter Beweis stellen. Aleksandra, die bei der Vorstellung demonstrativ mit viel Beifall bedacht wurde, nachdem es im Verein, ein paar kritische Stimmen bezüglich der Verpflichtung der Russin gegeben hatte, setzte sich gegen die Niederländerin Julie van Hauwaert in 3 Sätzen durch. Dabei nutzte die groß gewachsene Sechzehnjährige ihre immense Reichweite. Abwehrspielerin Yang Ting entnervte zunächst die Schwedin Matilda Hansson und später dann auch Julie van Hauwaert, weil sie alle Bälle retournierte. Das war teilweise spektakulär anzusehen. „Inka hat eins A gespielt“ lobte Cennet Durgun. „Auch Alex hat im Einzel spektakulär gespielt, aber nicht immer effektiv. Sie muss noch viel lernen, um nicht nur schön zu spielen, sondern auch „unschöne“ Punkte zu machen“, sagte die Teammanagerin über Aleksandra Bokova, die im 2. Einzel dann gegen Matilda Hansson in fünf Sätzen die Segel streichen musste. Dabei wurde sie sichtlich Sprunggelenkverletzung behindert.
Am Ende hatten wir mehr Punkte/Bälle aber mit einem Satzverhältnis von 21:22 das unglückliche Ende“, blickte Cennet Durgun auf die Spiele im zweiten Paarkreuz. Dort hatte Melanie Merk in Sätzen 2:0 geführt, ehe der Faden abriss und sich mit 2:3 beugen musste. Vitalija Venckute war gegen Veronika Hud beim 0:3 chancenlos. Dennoch lag bis zum letzten Ballwechsel ein 5:5 möglich. Melanie Merk steigerte sich in ihrem 2. Spiel, gewann gegen Veronika Hud 3:2 und stellte damit den Anschluss zum 4:5 her. Im letzten Einzel der Begegnung hatte Vita Venckute gegen Laura Milos die ersten 2 Sätze stark spielend gewonnen und war im 3. Satz mit einem Matchball dem Sieg nahe, sie hatte das 5:5 auf dem Schläger. Sie verlor den Satz und dann auch den nächsten (Satz 4) und den Entscheidungssatz mit 12:14. Cennet Durgun: „Ein bitterer Rückschlag. Aber wir kämpfen weiter um die vorderen Plätze. Showdown ist dann das letzte Saisonspiel gegen Fürstenfeldbruck“. Showdown vorausgesetzt, dass zuvor das noch einzige Heimspiel (gegen Stuttgart) und 4 Auswärtsspiele erfolgreich gespielt werden. /Oliver Reiser

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