10./11.10. Langweid empfängt Langen und Stuttgart zum Bundesligaauftakt / Auch Regionalliga-Damen und Nachwuchs spielen zu Hause
Die Langweider Dreifachsporthalle erlebt am 10. und 11. Oktober einen Tischtennis-Marathon bei freiem Eintritt. Sportliches Filetstück sind die beiden Heimspiele zum Saisonauftakt der Damen in der 2. Bundesliga: Am Samstag empfängt das neu-formierte Team um 17 Uhr den TTC Langen 1950, am Sonntag um 13 Uhr den DJK Sportbund Stuttgart. Zwei Regionalliga-Partien und zwei Jugendspiele ergänzen das Programm. Vom eigenen Nachwuchs bis zu international erfolgreichen Spielerinnen ist damit vieles vertreten, was den Verein ausmacht.
Auch das Bundesligateam lebt von dieser Vielfalt. Die sieben Spielerinnen sind zwischen 16 und 43 Jahre alt, kommen aus verschiedenen Ländern und bringen unterschiedliche Spielweisen, Lebenswege und Erfahrungen mit. In Langweid ziehen sie an einem Strang. „Wir wollen und können mit unserem Team um die vordersten Plätze mitspielen, auch um den Titel“, sagt Vereinsvorsitzender Alfons Biller.
Vier Neuzugänge geben der Mannschaft dafür mehr Möglichkeiten. In der vergangenen Saison war die Personaldecke wiederholt dünn geworden, wenn Spielerinnen bei internationalen Turnieren im Einsatz waren. Wie wichtig der breitere Kader ist, zeigt sich bereits zum Auftakt: Lizaveta Tsimashkova und Marina Donner wurden von ihren Nationalverbänden für die am 11. Oktober in Ljubljana beginnenden Europameisterschaften nominiert und fehlen deshalb bei den ersten Heimspielen. Dafür geben die Engländerin Jasmin Wong und die 16-jährige Deutsche Ruoqi Wei ihr Bundesliga-Debüt für den TTC.
Bokova mit EM-Bronze, Wong mit WM-Erfahrung
Eine wichtige Rolle spielt Aleksandra „Sascha“ Bokova. Die 17-jährige Russin wechselte zur Rückrunde der vergangenen Saison nach Langweid. Ihr bislang größter internationaler Erfolg folgte im Juli: Bei den Jugendeuropameisterschaften drang sie als ungesetzte Spielerin im Einzel bis ins Halbfinale vor und gewann Bronze.
Mit Abwehrspielerin Yang Ting und Team-Kapitänin Vitalija „Vita“ Venckute stehen zum Auftakt zwei weitere bewährte Kräfte zur Verfügung. Neu kennenlernen können die Zuschauer dagegen Jasmin Wong. Die Engländerin spielte zuletzt in Frankreich und gehörte im Frühjahr zum englischen Aufgebot bei der Heim-WM in London. Neben Training und Wettkämpfen arbeitet sie als Physiotherapeutin und studiert im Masterstudiengang „Clinical Nutrition“. Wong ist nach Lisa Lomas, ein Publikumsliebling der Meisterjahre, und Charlotte Bardsley die dritte Engländerin TTC-Trikot.
Stuttgart hat bereits einen Favoriten gefordert
Langweid gehört zu einem breiten Kreis von Meisterschaftsanwärtern. Dazu zählen auch Weinheim II, Vorjahresvizemeister Engelbostel-Schulenburg sowie die Aufsteiger Holzbüttgen und Salmünster. Die Auftaktgegner Langen und Stuttgart zählen zwar nicht zu diesem Kreis. Leichte Aufgaben sind dennoch nicht zu erwarten. Stuttgart erreichte bereits ein 5:5 gegen Holzbüttgen und zeigte damit, dass die Mannschaft auch einem Titelanwärter Punkte abnehmen kann.
Biller hofft auf Unterstützung von gut besetzten Zuschauerrängen. Zu Langweids Erstligazeiten gehörte der Verein auch beim Publikumszuspruch zur Spitze. Daran würde der Vorsitzende gern wieder anknüpfen.
Zwei junge Führungsspielerinnen für die Regionalliga
Bereits vor den Bundesligapartien tritt an beiden Tagen die zweite Damenmannschaft an: Am Samstag empfängt sie um 13 Uhr den TTV 1980 Beratzhausen, am Sonntag um 11 Uhr den SV Dresden-Mitte 1950.
Fixpunkt des Regionalliga-Teams ist die 17-jährige Vanda Vanisova, slowakische Meisterin der Altersklasse Jugend 19. An ihrer Seite soll am Wochenende Ruoqi Wei Verantwortung übernehmen. Für die 16-Jährige dürfte es ein ereignisreiches Wochenende werden: Sie ist voraussichtlich sowohl für die erste als auch für die zweite Mannschaft im Einsatz.
Die in Neuss aufgewachsene Gymnasiastin gehörte bis zu ihrem Umzug in die Schweiz dem deutschen Nachwuchskader an. Zuletzt spielte sie für Zürich-Affoltern in der höchsten eidgenössischen Liga. Ihre Familie kennt Langweid bereits aus einer anderen Perspektive: Weis Mutter Yan Su spielte einst für Langweids Erstliga-Dauerrivalen FSV Kroppach. Nun steht ihre Tochter auf Langweider Seite.
Die zweite TTC-Mannschaft folgt einem „Zwei-plus-zwei“-Prinzip: Zwei internationale Leistungsträgerinnen spielen gemeinsam mit zwei Spielerinnen aus einem Pool von Eigengewächsen und Talenten aus der Region. So können im Verein ausgebildete Spielerinnen und regionale Nachwuchskräfte auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln und sich weiterentwickeln.
Am Samstag bestreiten außerdem zwei der inzwischen sechs Langweider Jugendteams Heimspiele. Zusammen mit den vier Damenpartien wird daraus ein Tischtennis-Marathon in der Dreifachsporthalle – vom Nachwuchs bis zur Bundesliga.

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