Der vereinsorganisierte Tischtennissport hat in Langweid eine lange Tradition: 1968 als Abteilung des Mehrspartenvereins FC Langweid e.V. aus der Taufe gehoben, ist der heutige TTC Langweid seit 2002 ein eigenständiger, gemeinnützig anerkannter Tischtennisverein.
Die in freundschaftlichem Einvernehmen erfolgte Trennung vom FC Langweid, zu dem bis heute eine enge Kooperation u.a. bzgl. Mitgliedschaften/Mitgliederverwaltung besteht, erfolgte aus rein pragmatischen Gründen: Als eigenständiger Verein war es möglich, dem Wunsch des damaligen Hauptsponsors, Molkerei Müller, zu entsprechen, fortan mit dem Vereinsnamen „Müllermilch Langweid“ aufzutreten.
Trotz beiderseits Zufriedenheit hat die Firma Müller im Zuge einer kompletten Neuausrichtung ihres Marketings im Jahr 2006 das Sponsoring leider beendet. Des schnöden, obwohl im Tischtennis im Vergleich mit anderen Sportarten sehr bescheidenen Mammons wegen, sahen sich die Vereinsverantwortlichen, das Team anno 2007 als amtierender Deutscher Meister zum Abschied aus dem Oberhaus gezwungen. Die Mannschaft verschwand, aber im Gegensatz zu anderen Spitzenteams von damals keineswegs von der Bildfläche, sondern spielt seither überwiegend in der 2. Bundesliga, hier zu den Besseren gehörend.
Nach dem Rückzug aus dem deutschen Oberhaus wurde das Team trotz Karriereende von zwei Spielerinnen und einem Abgang in der Bundesliga II Meister und kehrte für eine Saison in die Beletage zurück. Nach dem Abstieg zog man das Spielen in der zweigleisigen 3. Bundesliga gegenüber dem Spielen in der ab der neuen Saison bundesweiten 2. Bundesliga aus Kostengründen vor. Nach dem prompten Gewinn des Meistertitels in der 3. Bundesliga entschloss sich der TTC dann doch zum Aufstieg in Liga II in der man seither 15 Jahre spielt.
Die Presse: Langweid, der FC Bayern München des Tischtennissports
Die 1. Damenmannschaft ist als 14-maliger nationaler und europäischer Titelträger das sportliche Aushängeschild des Vereins. Die Mannschaft wurde zwischen 1996 und 2007 sage und schreibe achtmal Deutscher Meister, gewann dreimal (erstmals 2005) den ETTU Europapokal (vergleichbar mit dem UEFA-Pokal im Fußball und eroberte mit dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister (Champions League) die europäische Krone. Herausragende Erfolge, die den Verein zu einem der erfolgreichsten, deutschen Tischtennisvereine aller Zeiten machten und nachhaltig hohe Wertschätzung und Bekanntheit einbrachten.
Die Fachpresse titelte den TTC vor Jahren aufgrund der kontinuierlichen Erfolge Langweid als den FC Bayern München des Tischtennissports. Worauf der Verein außerdem besonders stolz ist und sein kann und besonderen Wert legt, ist der steile und beschwerliche Aufstieg von der untersten Kreisliga über neun Stufen bis hin in die 1. Bundesliga ausschließlich mit Eigengewächsen des Vereins d.h. Spielerinnen, die ihr Handwerk in Langweid erlernt hatten. Das ist in der deutschen Tischtennislandschaft bis heute einmalig. Die nachfolgenden großen Erfolge gründeten u.a. auf dem Fundament einer intensiven und hochqualifizierten Nachwuchsförderung. Das wurde nie vergessen und die Nachwuchsförderung auch in der Phase der höchster „Professionalisierung und Internationalisierung“ nie vernachlässigt, sondern im Gegenteil sogar noch weiter forciert. Vor 10 Jahren lobte die Augsburger Allgemeine den TTC Langweid als Talentschmiede, die seit 40 Jahren produziert.
Derzeit bietet der Club an 4 Wochentagen an vier Wochentagen rund 70 Kindern und Jugendlichen insgesamt 15 Stunden in Gruppen nach Alter und Spielstärke aufgeteilt Training an. Die meisten davon trainieren zweimal wöchentlich, fortgeschrittene Talente sogar regelmäßig viermal. In den Ferien ist ab und zu in zwei Einheiten Ganztagstraining geboten. Geboten ist seit über 15 Jahren auch ein „Beginner- Training“ in Kooperation mit der örtlichen Schule und seit 30 ein leistungssportlich-orientiertes „Stützpunkttraining“ in Kooperation mit dem Bayerischen Tischtennis-Verband, an dem auch Spitzentalente aus anderen Vereinen der Region teilnehmen dürfen. Weiterer Bestandteil der Nachwuchsförderung ist die Einbindung der Nachwuchsspieler*innen in den Mannschafts-Wettkampfbetrieb und in Einzelsportwettkämpfe sowie last but not least auch die Förderung des Engagements junger Mitglieder im Bereich Vereinsführung, Trainingsleitung etc..
Die sportliche Ausrichtung deckt nahezu alle Facetten des Tischtennissports ab: Der Freizeit- und Breitensport ist bei uns ebenso „daheim“ wie der Leistungssport, der Jugendsport und ebenso wie der Seniorensport, der Teamsport ebenso wie der Einzelsport.
Einheit in der Vielfalt:
„Diversity“ ist in jeder Hinsicht beim TTC „ganz normal“. Besonders augenfällig war und ist freilich die stete nationale Vielfalt und das gute Miteinander, wie es auch in der Multi-Kulti-Gemeinde Langweid der Fall ist. Die derzeitige 1. Damenmannschaft, in der mit Cennet Durgun ein deutsch-türkisches Eigengewächs des Vereins Coach ist, ist jetzt, wie jeher bunt. wie die in der Multi-Kulte Gemeinde Langweid.
Im Dasein füreinander, Mitglieder bei Bedarf und sofern gewünscht auch abseits des Tischtennis zu unterstützen wird gepflegt und geschätzt, sei es bei schulischen, beruflichen und privaten Problemen, bei der Job- und Wohnungssuche, oder, oder oder. Auch im guten Miteinander, im Ziehen an einem Strang, und in der Unterstützung durch Sponsoren sehen die Vereinsverantwortlichen die großen Erfolge
Deutscher Meister: 1996, 1999, 2000, 2001, 2003, 2004, 2006, 2007. 1996: Jie Schöpp, Csilla Bátorfi, Christina Fischer, Sylvia Pranjkovic o 1999: Csilla Bátorfi, Yunli Schreiner, Marie Svensson, Lisa Lomas, Cornelia Böttcher, Katrin Meyerhöfer, Michaela Berger, Li Ju 2000: Wang Chen, Csilla Bátorfi, Qiao Yunping, Yunli Schreiner, Marie Svensson, Katrin Meyerhöfer, Cornelia BöttcherCsilla Bátorfi, Yunli Schreiner, Marie Svensson, Yuka Nishii, Katrin Meyerhöfer: Csilla Bátorfi, Yunli Schreiner, Mihaela Steff, Xu Lin, Jessica Göbel o 2004: Csilla Bátorfi, Yunli Schreiner, Mihaela Steff, Xu Lin, Andrea Bakula : Aya Umemura, Ding Yaping, Csilla Bátorfi, Yunli Schreiner, Xu Lin 2007: Aya Umemura, Ding Yaping, Krisztina Tóth, Csilla Bátorfi, Katharina Schneider
Europapokal der Landesmeister: 1997, 2004, 2005: Csilla Bátorfi, Lisa Lomas, Christina Fischer, Andrea Bakula, Yunli Schreiner, Csilla Bátorfi, Xu Lin, Olga Nemes
ETTU-Pokalsieger: 1995, 1996, 1999 o 1995: Jie Schöpp, Csilla Bátorfi, Christina Fischer, Sylvia Pranjkovic o 1996: Jie Schöpp, Csilla Bátorfi, Christina Fischer o 1999: Csilla Bátorfi, Yunli Schreiner, Marie Svensson •
Deutscher Jugendmeister: 1997: Daniela Maneth, Nicole Steiner, Eva Elstner, Astrid Merkle, Monika Reichert •
Erster Aufstieg in die 1. BL 1988 (Karin Klaiber, Petra Thoma, Gudrun Frühbeisser, Ute Michl, Hedwig Biller, Marion Koch, Monika Thoma, Petra Fey, Annette Hohenbichler)
Gert Jungbauer

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