Der Tischtennissport nimmt im Landkreis Augsburg einen hohen Stellenwert ein, verdeutlichen die jüngsten Zahlen (Statistik). Die 34 Tischtennisvereine des Landkreises gehen von Bezirksligen bis zur 2. Bundesliga aufwärts mit insgesamt 177 Teams in den Punktspielbetrieb der Saison 26/27.
109 Männerteams, 17 Frauenmannschaften und 51 Nachwuchsteams mit insgesamt 1268 Spielberechtigten/Aktiven sorgen für einen umfangreichen Mannschaftsspielbetrieb. Hinzu kommen der Mannschafts-Pokalwettbewerb, sowie viele Ranglistenturniere und Meisterschaften im Einzelsport. Die Anzahl von Vereinen, und den Mannschaftssport betrachtet ist Fußball auch im Landkreis die absolute Nr. 1.
Im Vergleich mit anderen Sportarten steht Tischtennis aber gut da, sehen es die Bezirks-Verantwortlichen. Bezirksvorsitzender Jürgen Klauser (Ottmarshausen) macht sich dennoch Sorgen. 11 der Kreisvereine haben keine Jugendmannschaft, keine Jugendarbeit, zumindest nicht ausreichend. Wo führt das hin, setzt Bezirkssportwart Rudof Sabienski (Augsburg) mit der sorgenvollen Frage und dem Hinweis fort, dass sich einige Vereine mit nur 1 bis 2 Teams und das mit Spielern im fortgeschrittenen Seniorenalter am Leben halten. Jürgen Klauser lobte umso mehr das kontinuierliche ausgewogene Engagement, der meisten Vereine und besonders das große Bemühen einiger Clubs/Abteilungen, die mit ihren vielen Teams die Bilanz ausgleichen. Sorgen um die Zukunft macht er sich nicht nur um einige Vereine/Abteilungen des Landkreises Augsburg, sondern des ganzen Bezirks Nordschwaben mit seinen insgesamt 109 Vereinen der Landkreise Augsburg, Günzburg, Dillingen, Donauwörth und des Stadtbereichs Augsburg. Der Landkreis Augsburg steht aktuell nicht nur hinsichtlich der Anzahl der Vereine und Mannschaften gut da und ist im Bezirk führend, sondern auch in der Hochklassigkeit durch Damenteams des TTC Langweid (Team I in der 2. Bundesliga, Team II Regionalliga, Team III südd. Oberliga Gruppe Bayern) und seit Jahren durch die Damen I des TSV Herbertshofen in der südd. Oberliga Gruppe Bayern. Die gute Stellung hinsichtlich der Anzahl der Vereine und den Leistungsstand zu erhalten, muss das Bemühen sein, sind sich beide Bezirksfunktionäre einig. Sportwart Sabienski hofft, dass Spieler von Vereinen, die aktuell keine Jugendarbeit haben und viele Jahre viel Freude und Gemeinschaft im Verein gefunden haben, sich bemühen diesen den Nachkommen zu erhalten, zurückgeben, was sie erhalten haben. Er hofft, dass sie sich in die Jugendarbeit einbringen/Jugendarbeit aufnehmen.
ES WAR EINMAL
Klauser, wie Sabienski trauern vergangenen Zeiten nach, in denen Schwaben, damals Gesamtbezirk, dominant in Bayern war. Nordschwäbische Vereine waren die Aushängeschilder. Der VSC Donauwörth mischte einige Jahre in der 1. Damen-Bundesliga kräftig mit, hatte ein starkes Männerteam in der bayerischen Oberliga und tat sich in der Jugendarbeit hervor. Vor ca. 35 Jahren verschwand der Verein von dieser Bildfläche Heute hat der VSC DON ein Damenteam „nur“ noch in der Verbandsliga (Landesliga) und zwei Männerteams (Bezirksliga/Bezirksklasse) DON wurde von Langweid abgelöst und an Erfolgen übertroffen. Langweider Verantwortliche der ersten Tage erinnern sich, dass zunächst Biberbach ein Vorbild war. Beim CSC Biberbach „müllerte“ es damals durch Vater Ludwig Müller (Abteilungsleiter und Bezirkssportwarte Damen) den Töchtern Kerstin und Karin (verh. Kahl) im Jugend- und Damensport des CSC positiv und durch Schwager/Onkel Horst Eltschkner auch bei den Männern. Als Biberbach eingeholt war, wurde Donauwörth für Langweid zum Vorbild.
In bester Erinnerung sind glorreiche Zeiten des Post SV Augsburg. Der Post SV hat mit seinen internationalen Assen Martin Neß, Toni Breumeier und Peter Stähle zu den besten Vereinen Deutschlands gehört, hat aber mit der zunehmenden Professionalisierung im Spitzentischtennis des Männerbereichs nicht Schritt halten können und büßte nach und nach an sportlichem Stellenwert ein. Aktuell ist Post Augsburg bei den Männern nur noch siebtklassig (Verbandliga) pflegt aber die Breite und die Jugendarbeit, lobt Jürgen Klauser. Bedauerlich findet Jürgen Klauser die Entwicklung der SpVgg Westheim. Das 1. Männerteam fand noch vor 4 Jahren bei den Heimspielen der Verbandsliga viel Zuschauerzuspruch. Für die neue Saison konnte der Verein nur ein Team für den Spielbetrieb melden und dies nur noch in der Bezirksklasse.
Die beiden Bezirksverantwortlichen Jürgen Klauser und Rudolf Sabienski bauen darauf den Tischtennissport im Bezirk und im Landkreis trotz der Sorgen hoch halten zu können. Mit ihren bisher schon beständigen Vereinen können sie rechnen und hoffen, dass sich gefährdete der Jugendarbeit besinnen. Langweid konnte ab 2007/08 die glorreiche Zeit nicht mehr fortsetzen, verbleibt im Bezirk im Landkreis und den Fans aber mit der Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga als Leistungsträger./jug


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