| Langweid ist auch Heimat |
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Vor dem Spitzenspiel der 2. Tischtennis-Bundesliga der Frauen zwischen dem TTC Langweid und dem TV Busenbach (Sonntag, 14 Uhr, Dreifachsporthalle) kreisen die Gedanken nicht nur um das Sportliche. Mit drei Punkten Vorsprung führen die Gastgeber die Tabelle vor dem alten Rivalen aus gemeinsamen Bundesligazeiten an, könnten im Falle eines Sieges deshalb Meisterschaft und Aufstieg bejubeln.
Doch so richtig in Feierlaune ist man in Langweid nicht wirklich. Die gesamte Mannschaft, der Vorstand und das Umfeld hoffen und bangen und trauern mit Aya Umemura um deren Landsleute in Japan. Noch wird diskutiert, ob man vor dem Spiel eine Schweigeminute einlegen soll. Einerseits will man in Langweid Solidarität mit seiner japanischen Nummer eins zeigen, andererseits befürchtet man, dass dies die 34-Jährige emotional zu sehr mitnehmen würde. Tischtennis ist bekanntlich eine Konzentrationssportart, die im Kopf abläuft.
Für Aya Umemura ist nicht nur Japan sondern inzwischen auch Langweid Heimat. „Sie fühlt sich hier wohl“, hat TTC-Vorsitzender Gert Jungbauer festgestellt, „deshalb ist sie vor Saisonbeginn auch wieder zu uns gekommen.“ Nachdem die Japanerin trotz verlockender Angebote weiter in der Lechtalgemeinde bleiben will, sieht man sich beim TTC auch ein klein wenig verpflichtet, den Aufstieg wahrzunehmen. Die Suche nach Verstärkungen gestaltet sich nicht einfach Etwas mehr finanzieller Hintergrund würde dieses Vorhaben erleichtern. „Wir werden den Aufstieg auf jeden Fall antreten. Am Willen fehlt es uns dabei nicht. Wir werden jedoch unseren soliden Weg nicht verlassen“, berichtet Jungbauer, dass sich die Wahl der richtigen Verstärkung derzeit nicht einfach gestaltet. Martina Erhardsberger hat deshalb schon viele Kontakte geknüpft. Jungbauer ist zuversichtlich: „Auch wenn wir keine Überfliegermannschaft haben, werden wir in der Bundesliga überleben.“ Zunächst aber muss mit einem Sieg gegen den TV Busenbach der Grundstein gelegt werden. Die Badener setzen nach dem freiwilligen Rückzug aus der ersten Bundesliga hauptsächlich auf ihre eigenen Nachwuchsspielerinnen, die von der Ex-Langweiderin Jessica Göbel und der gebürtigen Chinesin Guo Pengpeng schlagkräftig angeführt werden. |














